EXHIBITION

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(Stand: 2013)

Das Projekt „Welche Farbe hat Missbrauch?“ entstand aus einem von Jo Stein bereits in 2012 gefassten Entschluss heraus, sich künstlerisch mit den nicht enden wollenden Medienberichten und Diskussionen um den Missbrauch an Kindern und auch Erwachsenen zu beschäftigen und die eigenen Gedanken und Gefühle bildlich zum Ausdruck zu bringen.

Während einer gemeinsamen Kunst-Ausstellung im Spätsommer 2012 stellte Jo Stein einem kleinen deutsch/ niederländischen Künstlerkreis seine Idee vor und diskutierte über die Möglichkeiten einer gemeinsamen Ausstellung.

Im Herbst traf sich daraufhin die Gruppe mit weiteren Interessenten zu einem ersten sogenannten „Brainstorming“, aus dem einerseits der Name „Welche Farbe hat Missbrauch?“ hervorging und sich zudem herauskristallisierte, dass dieses Projekt nicht nur eine Kunstausstellung sein soll, sondern weitaus mehr…

Das Projekt „Welche Farbe hat Missbrauch?“ ist:

 

→ International

Das Thema Missbrauch ist grenzübergreifend, es ist international!
Ursprünglich beteiligten sich Künstler aus Deutschland, Niederlande und Belgien – es war also ein Projekt, das in der EUREGIO angesiedelt ist.
Mittlerweile kamen weitere Künstler aus Südafrika und der Türkei hinzu – und somit wurden sogar die europäischen Grenzen überschritten.

Außer in Deutschland ist geplant, auch in den Niederlanden, in der Türkei, in Belgien und/ oder Frankreich, vielleicht sogar in Südafrika auszustellen (nach wie vor).
In den Medien wurde der Beginn des Projektes bereits von Rundfunk und Zeitungen, nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus der Türkei kommentiert.

 

→ Interkulturell

Die Ausstellung findet nicht an einem der üblichen Ausstellungsorte statt, sondern an einem anderen kulturellen Ort, einer aktiven, katholischen Kirche.
Außer den üblichen darstellenden Künsten, wie Malereien und Fotografien, werden visuelle und akustische Installationen, Wortbeiträge und kleine Aufführungen während der Ausstellung stattfinden.
Außerdem werden während der Zeit der Ausstellung Mitglieder aus Hilfsorganisationen, wie Goldrute e.V., einem Migrantinnen-Netzwerk gegen häusliche Gewalt und dem „Weißen Ring“, einer Organisation, die sich Kriminalitätsopfern annimmt, anwesend und vor allem auch ansprechbar sein.
Die Künstler und weiteren Teilnehmer entstammen unterschiedlicher Kulturen und bringen somit verschiedenste Gesichtspunkte und Sichtweisen in Ihre Arbeiten ein.
Das der Marienkirche gegenüberliegende Leopold-Hoesch Museum wird ebenfalls als Partner an dem Projekt beteiligt sein und z.B. Raum bieten für Podiumsdiskussionen.

 

→ Interaktiv

Normalerweise gehen interessierte Menschen in eine Ausstellung, schauen sich die dort gezeigten Bilder und Kunstgegenstände an, haben vielleicht noch die Möglichkeit, sich mit dem Partner und/ oder Bekannten darüber zu unterhalten oder können in Form eines Leserbriefes oder in einem Gästebuch einen Wortbeitrag hinterlassen. Im Grunde werden die Besucher aber mit ihren Gefühlen und Gedanken „allein gelassen“.

Die Ausstellung „Welche Farbe hat Missbrauch?“ will bei diesem sehr wichtigen und emotionalen Thema Raum bieten, sich mit dem Gesehenen, Gehörten, mit den Empfindungen, die sich beim Gang durch die Ausstellung ansammeln  auseinanderzusetzen und so dem Ganzen eine anhaltende Wirkung verleihen.
Die Ausstellung soll also nicht nur etwas  „zeigen“, das sich die Besucher anschauen können, soll nicht nur, wie andere Ausstellungen mit ähnlichem Thema „aufwühlen“ oder sogar „provozieren“.
Das Projekt „Welche Farbe hat Missbrauch?“ soll die Besucher dazu anregen, sich aktiv zu beteiligen.
Einige künstlerische Projekte innerhalb der Ausstellung sind so angelegt, dass die „Mitarbeit“ der Besucher gefragt ist.
Den Besuchern der Ausstellung wird zudem die Möglichkeit geboten, Kontakt zu den Hilfsorganisationen aufzunehmen, Fragen zu stellen, sich zu unterhalten und zu diskutieren.
Schulklassen wird innerhalb des Projektes nicht nur die Möglichkeit geboten, die Ausstellung außerhalb der normalen Öffnungszeiten zu besuchen, die zuständigen Lehrkräfte und auch die Schüler selbst werden bereits vorab und auch während ihres Besuchs der Ausstellung, aktiv eingebunden.

Sie sind herzlich eingeladen, sich selbst „ein Bild zu machen“, sich selbst an der Ausstellung  „Welche Farbe hat Missbrauch?“ ein Stück weit zu beteiligen…

 

 

 

 

 

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